"5 vor 12" (Präventionsprojekt in Kooperation mit der JVA Trier und der Bewährungshilfe Trier)

Der Baustein "5 vor 12" richtet sich an junge Erwachsene, die am Rande einer kriminellen Laufbahn stehen und bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Die Teilnehmer werden in der Justizvollzugsanstalt Trier mit den negativen Auswirkungen von Kriminalität konfrontiert. Sie bekommen verdeutlicht, wie schwerwiegend die Konsequenzen sind, die eine Inhaftierung mit sich bringt.

 

Der Baustein bietet ein Forum der Diskussion, Konfrontation, Information sowie der Sensibilisierung. Die Konsequenzen von Straffälligkeit sind für junge Menschen gravierend und folgenschwer. Durch jahrelange Arbeit mit straffällig gewordenen Menschen im Sozialdienst der Justiz des Landgerichts Trier (Bewährungshilfe Trier) zeigte sich immer wieder, dass hochgradig delinquente Menschen oft die Folgen von einer Inhaftierung für sich und für ihr soziales Umfeld kaum einschätzen konnten.

 

Nachdem es zu spät war und sie die Folgen einer Inhaftierung erleiden mussten, aber nichts mehr daran ändern konnten, gaben sich einige als nachhaltig beeindruckt und bereitwillig, ihrem Leben eine andere Richtung zu geben.

Alarmierende statistisch ansteigende Zahlen von „Erstinhaftierten“ einhergehend mit der rasant schnellen straffälligen Karriere der Probanden und einer Perspektivlosigkeit sowie dem Werteverlust der jungen Erwachsenen, stellen in der ambulanten Straffälligenhilfe eine intensiv zu behandelnde Problematik dar.

 

Hierzu ein Fallbeispiel Fallbeispiel (Stephan K. aus N.) eines jungen straffälligen Menschen, bei dem vielleicht präventive Maßnahmen korrelierend mit einer fachlichen guten Betreuung und einer frühen Drogenprävention gefruchtet hätten. Von solchen Lebensbeschreibungen hören die Sozialarbeiter in den Justizvollzugsanstalten sowie den Bewährungshilfen Deutschlands nicht selten.

 

Was kann getan werden? Was ist realistisch und umsetzbar?

* Wie kann Probare - Trierer Verein für Straffälligenhilfe e.V. junge Erwachsene davor schützen, erneut straffällig zu werden?
* Wie kann Probare mit diesem sozialarbeiterisch erfahrenen Klientel nachhaltig präventiv arbeiten?
* Wie können wir Menschen vor dem "Knast" schützen, die straffrechtlich bereits erheblich in Erscheinung getreten sind, erhebliche schädliche Neigungen attestiert bekamen und somit kurz vor der Inhaftierung stehen?
* Wie könnte präventive Sozialarbeit in der Trierer Straffälligenhilfe aussehen? Welche Institutionen sind betroffen und wie muss die Zukunft in der ambulanten ehrenamtlichen Straffälligenhilfe in Trier aussehen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit einigen Jahren ein Team des gemeinnützigen Vereins "Probare", bestehend aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die durch ihre berufliche Tätigkeit einen unmittelbaren Einblick in die akute Problematik haben bzw. mit Trierern Straffälligen/Inhaftierten hauptamtlich ambulant als auch stationär arbeiten.

 

Wenn wir davon ausgehen, dass der Einblick in den "Alltag" einer JVA, verbunden mit den überdenkenswerten Biographien der Insassen und den optischen "Reizen" einer Justizvollzugsanstalt, nicht bei jedem der Hörerschaft eine abschreckende Wirkung nachhaltig erzielen wird, sind wir uns dennoch sicher, dass dieses Präventivinstrument der Trierer Straffälligenhilfe sicherlich bei einem noch zu ermittelnden Prozentsatz der Probanden Früchte tragen wird.

Gepaart mit dem Erfahrungsbericht eines ehemaligen Strafgefangenen, der auf erhebliche Haftzeiten zurückblicken kann, begleitet durch fundamentierte sozialarbeiterische Straffälligenarbeit, sieht „Probare“ mit "5 vor 12" ein wirksames präventives Instrument, einer stetig fortschreitenden Entwicklung, entgegenwirken zu können.

 

Ansprechpartnerinnen: Isabel Volk  (volk<at>probare-trier.de)

Birgit Stemper

Elke Schmitz

 

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